Filme im August 2007
Dienstag, 21.08.2007 um 20.00 Uhr
Freitag, 24.08.2007 um 21.00 Uhr
Rosenstraße
(Niederlande/Deutschland, 2003)
Die New Yorkerin Ruth Weinstein (JUTTA LAMPE) hat soeben ihren Ehemann beerdigt. In ihrem Schmerz besinnt sie sich auf ihre jüdisch-orthodoxe Religion und ordnet für die ganze Familie 30 Tage Trauer an. Überdies lehnt sie die Heirat ihrer Tochter Hannah (MARIA SCHRADER) mit dem Südamerikaner Luis (FEDJA VAN HUÊT) ab.
Das stößt bei Hannah auf völliges Unverständnis. Um den Grund für das Verhalten ihrer Mutter, die nie über ihre Vergangenheit ein Wort verloren hat, herauszubekommen, begibt sich Hannah auf Spurensuche nach Berlin. Dort setzt sie sich mit der 90-jährigen Lena Fischer (DORIS SCHADE) in Verbindung, die endlich die Mauer des Schweigens bricht…
Als junge Frau hatte Lena Fischer (KATJA RIEMANN) die kleine Ruth in der Berliner Rosenstraße angetroffen. Dort versammelten sich im Jahre 1943 Hunderte von Frauen, um gegen den Abtransport ihrer jüdischen Männer, die dort in dem zum Gefängnis umfunktionierten jüdischen Versorgungsamt festgehalten wurden, zu demonstrieren. Lena sucht hier nach ihrem Mann Fabian (MARTIN FEIFEL) und Ruth nach ihrer Mutter.
Nach einem verzweifelten Kampf mit den nationalsozialistischen Behörden, bei dem auch Lenas Bruder Arthur (JÜRGEN VOGEL), ein verwundeter Wehrmachtsoffizier, aktiv wird, geschieht tatsächlich das Unglaubliche. Die Tore des Gefängnisses öffnen sich, und wie viele andere Frauen auch kann Lena ihren geliebten Mann tatsächlich wieder in die Arme schließen. Ruths Mutter aber bleibt verschwunden und so nimmt Lena die Kleine auf und rettet ihr damit in den Wirren der letzten Kriegsjahre das Leben…
Mit einem beeindruckenden Ensemble erstklassiger nationaler und internationaler Schauspieler, das von Katja Riemann („Die Apothekerin“), Maria Schrader („Aimée und Jaguar“) und Jürgen Vogel („Das Leben ist eine Baustelle“) angeführt wird, erzählt die renommierte und mehrfach preisgekrönte Filmemacherin Margarethe von Trotta („Rosa Luxemburg“, „Die bleierne Zeit“) die authentisch verbriefte Geschichte aus dem Berlin des Jahres 1943.
Was dort geschah, geht auf die Zivilcourage einiger engagierter Frauen zurück und bewahrte viele Menschen vor dem sicheren Tod. Darüber hinaus ist „Rosenstraße“ ein aufwändig produziertes, mit viel Gespür für historische Details inszeniertes Drama um Freundschaft und Solidarität, ein eindrucksvolles Beispiel bedingungsloser Liebe.
[Regie: Margarethe von Trotta - Darsteller: Katja Riemann, Maria Schrader, Martin Feifel, Jürgen Vogel, Jutta Lampe, Doris Schade, Fedja van Huêt, Carola Regnier, Svea Lohde]
::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Dienstag, 07.08.2007 um 20.00 Uhr
Freitag, 10.08.2007 um 21.00 Uhr
Le Dernier Métro
(Frankreich, 1980)
Ein Theater in Paris, 1942. Marion Steiner, Ehefrau des Inhabers und Juden Lucas Steiner, hat die Leitung des Theaters übernommen, seitdem dieser angeblich aus der besetzten Zone geflohen ist…
François Truffaut erzählt mit einer hervorragenden Besetzung eine Geschichte über das Leben und die Kunst, die auch zu Kriegszeiten überleben muss.
Marion Steiner, Lucas Steiners Ehefrau, hat die Leitung von dessen kleinen Theater auf dem Montmartre übernommen. Lucas nämlich, deutscher Jude, hält sich im Keller des Theaters versteckt - offiziell ist er aus der besetzten Zone geflohen. Durch ein Heizungsrohr verfolgt er die Proben des neuen Stückes "Die Verschollene", welches das Theater wieder in Schwung bringen soll. Lucas’ einziges Bindeglied nach außen ist seine Frau Marion, die ihn abends nach den Proben im Keller besuchen kommt, für ihn kocht, und ihm Mut zuspricht. Im Kontrast zu dieser düsteren Kellerwelt tobt oben das bunte Theaterleben - die Schauspieler streiten sich, vertragen sich, Liebesgeschichten entstehen und entwirren sich, alle arbeiten hart daran, in dieser Zeit des Notstands und der Sanktionen, zu überleben. Zu der ohnehin schon schwierigen Lage kommt hinzu, dass Marion sich in den Hauptdarsteller des Stückes, Bernard Granger, verliebt, und dass sich der mit den Nazis kollaborierende Journalist Daxiat die Leitung des Theaters unter den Nagel reißen will…
Der Film "Die letzte Metro" gewann 1981 zehn Césars: Zwei davon gingen an die Hauptdarsteller Catherine Deneuve und Gérard Depardieu, François Truffaut erhielt den César für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch. Im selben Jahr wurde der Film für einen Oscar und einen Golden Globe nominiert. François Truffaut, bekannt dafür, dass er seine Filme oft den Frauen und seiner Liebe zu den Frauen widmete, zeigt auch hier eine starke Persönlichkeit:Catherine Deneuve glänzt in der Rolle der Marion Steiner als eine starke Frau mit Klasse, die jeder Situation gewachsen zu sein scheint und nicht immer rational handeln muss, um richtig zu handeln.
[Regie: François Truffaut/ Hauptdarsteller: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Jean Poiret, Heinz Bennet, Andréa Ferreol, Paulette Dubost]

die filme im august waren nicht so toll, wie die, welche ihr davor gezeigt habt und die die ihr ab oktober wieder zeigt.
der truffaut-film war recht langatmig und rosenstraße ist ja nun wirklich ein eher schlechter film. aber ab oktober sieht euer programm wieder besser aus.
Comment by sirko neumann — September 6, 2007 @ 5:28 pm