Umsonstkino RM 16

May 27, 2007

Filme im Juni 2007

Filed under: Aktuelles Programm

Dienstag, 12.06. um 20.00 Uhr

Am 15.06.2007 entfällt die Vorstellung des Umsonstkino RM 16.

Zug des Lebens

(Israel/ Frankreich/ Belgien/ Niederlande/ Rumänien, 1998)

Zug des Lebens

Zug des Lebens ist eine israelisch/französisch/belgische/niederländische Film-Produktion in Form einer Tragikomödie von Radu Mihaileanu aus dem Jahre 1998 (Französischer Originaltitel Train de vie).

Im Jahr 1941 erfahren die Einwohner eines osteuropäischen Schtetls von den Deportationen der Juden in Konzentrationslager. Der „Rat der Weisen“ tagt, kann sich jedoch zu keiner Lösung durchringen, bis dem Dorftrottel Schlomo die aberwitzige aber rettende Idee kommt: Ein falscher Deportationszug!

Alte Waggons und eine nahezu schrottreife Lokomotive werden angekauft und generalüberholt, Uniformen werden geschneidert, Papiere und Ausweise werden gefälscht und ein Archivar der Eisenbahn als Lokomotivführer engagiert. Eine Reise ins Ungewisse beginnt. Die SS sucht die Juden des Schtetls, der Bürgermeister wird verhört, die Synagoge mit ihren alten Büchern, die Wohnhäuser, die zurückgelassenen Habseligkeiten gehen in Flammen auf. Auch eine kleine Gruppe von Widerstandskämpfern, die den Deportationszug für echt hält, versucht immer wieder vergeblich einen Streckenabschnitt zu sprengen, um die Durchfahrt zu verhindern. Nach zahlreichen gescheiterten Versuchen beobachten sie die Juden in deutschen Uniformen beim Gebet mit den „Deportierten“ und geben nun völlig verwirrt auf.

Ein kleines Stück vor der russischen Grenze angekommen, wird der Zug abermals von SS-Soldaten angehalten. Nach kurzem Schock stellt sich heraus, dass es Zigeuner sind, die den gleichen Einfall wie die Juden hatten. Sie freunden sich an und fahren nun gemeinsam weiter. Als sie der Karte nach die russische Grenze erreichen und nicht finden, schlagen direkt neben dem Zug Granaten ein, die von beiden Seiten abgeschossen werden: mithin ist also die Front zwischen deutschen und russischen Truppen erreicht. Die Flucht scheint also gelungen. In der letzten Szene berichtet Schlomo, dass die Juden und Zigeuner die weitere Reise nach Palästina und sogar nach Amerika gelungen sei. Doch in der allerletzten Kameraeinstellung sieht man nicht nur sein Gesicht, sondern auch seine KZ-Häftlingskleidung. „Das ist die wahre Geschichte meines Schtetls - a no: fast die wahre.“

[Regie und Buch: Radu Mihaileanu/ Hauptdarsteller: Lionel Abelanski (Schlomo), Rufus (Mordechai), Clément Harari (Rabbi), Michel Muller (Jossi), Agathe de la Fontaine (Esther), Johan Leysen (Schmecht), Bruno Abraham-Kremer (Yankele)]

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Dienstag, 26.06. um 20.00 Uhr

Freitag, 29.06. um 21.00 Uhr

Wir müssen zusammenhalten

(Tschechien, 2000)

Wir muessen zusammenhalten

Jan Hrebejks oscarnominierte Tragikomödie ist eine bizarre Mischung aus liebenswertem Schwejk’schen Galgenhumor und schwarzem jüdischem Humor.

In einer tschechischen Kleinstadt, 1943. Josef und Marie Cizek, ein kinderloses Ehepaar bekommen ab und zu Besuch vom Sudetendeutschen Horst. Josef nennt ihn nur verächtlich den "Händehoch", der unter den Nazis Karriere machte und sich ein wenig in Marie verguckt hat.

Josef dagegen ist ein grantelnder, tschechischer Patriot, der eigentlich nie ein Risiko eingehen würde. Die relative Ruhe wird gestört durch den jungen David Wiener, der aus einem KZ in Polen geflohen ist. David ist der Sohn des jüdischen Industriellen, der einmal der Arbeitgeber von Josef und Horst war. Josef will zwar helfen, aber nicht sein Leben riskieren.

Ohne wirkliche Überzeugung versteckt er den jungen Mann in der geheimen Speisekammer, wo die Cizeks, wie so viele in diesen schweren Zeiten, ihr geräuchertes Schweinefleisch horten. Vor allem die überfallartigen Besuche von Horst gefährden immer wieder das Leben der unfreiwilligen Helfer. Um nicht weiter aufzufallen, nimmt Josef gegen seine Überzeugung einen Job bei der deutschen Besatzungsmacht an.

Seine Frau mußs sich unterdessen der plumpen Annäherungsversuche von Horst erwehren. Nachdem sie ihn eines Tages zurückweist, will sich Horst rächen und den Cizeks einen Nazi einquartieren. Da behauptet Marie, sie sei schwanger. "Die Zeiten sind brutal und schonen keinen", droht Horst den Cizeks und will Beweise sehen.

Und weil Josef keine Kinder zeugen kann, mußs David aushelfen - und das, wo über dem Ehebett ein Christusbild hängt …

[Regie: Jan Hrebejk/ Darsteller: Boleslav Polivka, Anna Sisková, Jaroslav Dusek]






















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