Umsonstkino RM 16

March 17, 2007

Filme im April 2007

Filed under: Aktuelles Programm

Dienstag, 10. April und Freitag, 13. April 2007

20.00 Uhr

 

Sein oder Nichtsein

(Polen/USA, 1942)

Lubitschs Film ist eine Abrechnung mit dem Nazireich, ein Propagandafilm für den polnischen Widerstand und eine glänzende Komödie. Der Film spielt in Warschau 1939. Die polnischen Schauspieler eines Theaters proben eine antifaschistische Komödie kurz bevor der Zweite Weltkrieg ausbricht. Da die polnische Regierung nicht in Konflikt mit dem Hitlerregime geraten möchte, wird das Stück vom Spielplan abgesetzt. Stattdessen spielt das Ensemble Hamlet mit Joseph Tura in der Titelrolle. Während des Hamletmonologes Sein oder Nichtsein hat die Ehefrau des Hauptdarstellers Maria Tura in ihrer Garderobe ein Rendezvous mit dem jungen Fliegerleutnant Stanislaw Sobinski. Zum Entsetzen des Schauspielers Tura steht der junge Offizier während des Monologes aus dem Zuschauerraum auf und geht hinaus, was Tura natürlich als Respektlosigkeit gegenüber der Schauspielkunst ansieht. Während einer der Aufführungen bricht der Zweite Weltkrieg aus und Warschau wird bombardiert.

Sobinski kommt nach England und fliegt in einer polnischen Squadron der Royal Air Force. Der berühmte Professor Siletsky gibt im Kreise der jungen polnischen Flieger bekannt, dass er nach Warschau in geheimer Mission reisen würde. Sobinski übergibt ihm eine Nachricht für die geliebte Maria Tura, doch macht es ihn stutzig, dass Siletsky die berühmteste Schauspielerin Warschaus gar nicht kennt. Er berichtet davon seinen Vorgesetzten und erfährt, dass Siletsky ein Doppelagent sei. Mit dem Wissen, dass Siletsky zahlreiche Adressen von polnischen Untergrundkämpfern von den jungen Fliegern erhalten hat, wird Sobinski damit beauftragt nach Warschau zu fliegen.

Im besetzten Warschau ist Professor Siletsky bereits angekommen und steigt im Hotel Europejski ab. Er soll sich mit dem Gestapochef Gruppenführer Erhardt treffen, um die Namen der Untergrundkämpfer weiterzugeben. Und hier beginnt eine der besten Verwechselungskomödien der Filmgeschichte. Das Ensemble des Theaters darf nun endlich in die Rollen des abgesetzten Antinazi-Stückes schlüpfen. Ein Spiel um Leben und Tod mit Wort- und Spielwitz beginnt.

[Regie: Ernst Lubitsch/ Buch: Edwin Justus Mayer/ Darsteller: Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Felix Bressart, u.a.]

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Dienstag, 24. April und Freitag, 27. April 2007

20.00 Uhr 

 

Ehe im Schatten

(SBZ, 1947)

Das Ehepaar Hans und Elisabeth Wieland verbringt Anfang 1933 unbeschwerte Tage auf der Ferieninsel Hiddensee, wo sie sich von einer gemeinsamen Erfolgsserie auf der Bühne erholen. Zurück in Berlin erleben die beiden bald den Terror des nationalsozialistischen Regimes. Der Intendant muss die begabte Elisabeth aus seinem Ensemble entlassen, weil sie Jüdin ist. Hans drängt man mehr und mehr, sich von seiner Frau zu trennen. Der zunehmende Erfolg von Hans, der inzwischen ein gefeierter Filmstar ist, lässt das Paar zeitweise alle Sorgen und Ängste vergessen. Als man Hans vor die Wahl stellt, seine Frau zu verlassen oder an den Fronten des Zweiten Weltkrieges zu dienen, ist all die trügerische Hoffnung der beiden verloren. Elisabeth sieht nur noch einen Weg, dem grausamen Tod im Konzentrationslager zu entgehen und Hans folgt ihr…

[Regie/Buch: Kurt Maetzig, nach der Novelle "Es wird schon nicht so schlimm" von Hans Schweikart in Anlehnung an das Schicksal des Schauspielers Joachim Gottschalk und seiner Familie/ Darsteller: Paul Klinger, Ilse Steppat, Alfred Balthoff, Claus Holm, Willi Prager, u.a.]






















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